Samstag, 18. August 2012

Rezension zu Eine unbeliebte Frau: Der erste Fall für Bodenstein und Kirchhoff von Nele Neuhaus (Hörbuch)


Amazon.de: Taschenbuch € 9,99
Amazon.de: eBook € 8,99
Amazon.de: Hörbuch € 14,99 (gekürzt)
Verlag: List
Autorin: Nele Neuhaus
Facebook: Nele Neuhaus
Facebook: Eine unbeliebte Frau

Inhalt:

Ein Frankfurter Oberstaatsanwalt erschießt sich mit einem Schrotgewehr. Eine junge Frau wird tot unter einem Aussichtsturm im Taunus aufgefunden, wahrscheinlich ebenfalls Selbstmord. Diese beiden Fälle scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben, doch meist täuscht der erste Blick ja. Dieses müssen Kriminalhauptkommisar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff ebenfalls erkennen, nachdem sie sich über die Umtriebe der jungen Frau, Isabel Kerstner, informieren.

Kritik:

Der erste von inzwischen vier Fällen für Bodenstein und Kirchhoff lässt noch einiges zu wünschen übrig. Zwar sind Bodenstein und Kirchhoff nette Charaktere, in die man sich gut hineinversetzen kann, doch weist der Fall eine beinahe unzählige Zahl an Verdächtigen auf, die in einem viel zu langem Showdown gegeneinander ausgespielt werden, bis schließlich der oder die Täter feststehen.

Hinzu kommt, dass Julia Nachtmann als Sprecherin des Hörbuchs eine etwas monotone Leistung abliefert, die das Verfolgen der Handlung noch schwerer macht.

Es mag an der gekürzten Fassung liegen, dass einige Hintergrundgeschichten, die den Plot vertieft hätten, gestrichen wurden, aber so fragt man sich als Hörer doch, warum das Kriminalistenteam jeden möglichen Täter abklappern muss, um mit neuen Hinweisen dann dem nächsten hinterher zu rennen.

Der Fall an sich, bzw. die Tote Isabel Kerstner ist hingegen ein sehr interessantes Opfer, deren Lebenswandel erst zu den ganzen Verwickelungen der halben Bekanntschaft führt.

Das Cover reist mich zusätzlich nicht wirklich vom Hocker. Eine Anspielung auf Isabels Arbeitsplatz wäre da vielleicht passender gewesen.

Es sammelt sich so einiges, was ich nicht so mag, weshalb dann auch nur drei Sterne dabei herausspringen. Ich hoffe, dass die folgenden Bände eine Steigerung bieten. Bodenstein und Kirchhoff, das eher waffenscheue Ermittlerpaar, deren Privatleben  noch sehr wenig ausgeleuchtet wurde, haben es verdient, noch eine lange Karriere zu haben.

Freitag, 17. August 2012

Freitags-Füller # 177


1. Bei diesem Wetter ist ein schattiger Platz das Wichtigste.

2. So gut wie nichts verursacht mir Unbehagen.

3. Ich habe gehört, dass das Wetter  noch bis mindestens Mitte nächster Woche so schön bleiben soll.

4. Jemand neben sich zu haben, der öfter gestochen wird, hilft gegen Mückenstiche.

5. Eiskalte Eiskugeln aus eisigen Eiskristallen sind lecka.

6. Die Olympischen Sommerspiele 2012 sind leider schon wieder vorbei.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Riesenkartoffelsalatherstellung, morgen habe ich einen Besuch von La Strada in Bremen geplant und Sonntag möchte ich ebenfalls beim Straßenkünstlerfest verbringen!


Weitere Infos zu den Freitags-Füllern gibt es hier.

Donnerstag, 16. August 2012

Rezension zu Kleine Betriebsstörung von Ria Klug


Amazon.de: Broschiert € 14,95
Amazon.de: eBook € 9,99
Verlag: fhl Leipzig
Autorin: Ria Klug
Facebook: Ria Klug

Inhalt:

Die Berlinerin Nel Arta wurde als Junge geboren und steht nun vor dem letzten Schritt auf dem Weg zur Frau. Da dieses in Deutschland nicht so einfach ist, hat sie ihr Geld gespart, um zusammen mit ihrer brasilianischen Freundin Cristina in der Nähe von Sao Paulo die Operation durchführen zu lassen.

Bei ihrer Ankunft muss sie erfahren, dass Cristina bei ihrer OP verstorben ist. Sie vermutet Organhandel, ergreift die Flucht und bei dem Versuch, die Machenschaften der Klinik aufzudecken, schlittert sie von einem Schlamassel in den nächsten. Sie findet Freunde, macht sich etliche Feinde und kann nicht auf die Hilfe der Behörden hoffen. Aber Nel wäre nicht sie selbst, wenn sie so schnell aufgeben würde...

Kritik:

Ria Klug's erster Krimi mit Nel Arta überrascht, und zwar im positiven Sinne. Er unterscheidet sich doch stark von der normalen Krimilektüre. Vielleicht hat er mich gerade deshalb so gefesselt.

Geschrieben ist das Buch in der ich-Perspektive, so dass man wirklich hautnah miterleben darf, was Nel alles durchmachen muss. Und das ist schon so einiges. Ziemlich bildlich beschriebene Sex- und Bordellszenen können bei dem ein oder anderen Leser schon Schlucken hervorrufen. Ria wollte die unromantische Seite des Lebens zeigen und das ist ihr gelungen. Trotzdem sind die Inhalte nur etwas für Erwachsene.

Der Einblick in die Transgenderszene und die harte Realität Brasiliens in Form von Korruption, Favelaleben, Prostitution und den täglichen Kampf ums Überleben ist äußerst gelungen und lädt zum Nachdenken ein.

Das Cover ist nicht besonders auffällig und verrät auch nichts übers Buch. Ich wäre also in der Buchhandlung eher an dem Buch vorbeigegangen, als zuzugreifen. Zum Glück gab es dank dem fhl Verlag Leipzig die Leserunde bei Lovelybooks, die meine Aufmerksamkeit auf das Buch gelenkt hat.

Empfehlenswert für alle, die nicht nur Mainstream leben, sondern sich auch gerne in andere "Welten" entführen lassen, mit denen man sonst keinen Kontakt hat.

Eine Fortsetzung ist schon erschienen, die nächste steht in den Startlöchern und die vierte in Planung. Es kann also weiter gehen mit Nels Abenteuern!

Montag, 13. August 2012

Mittelalterliches Burgfest Bederkesa



Veranstalter: Burgschänke Bad Bederkesa
Musica Vulgaris
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Ich bin schon seit einiger Zeit Follower von Musica Vulgaris auf Facebook, nachdem ich eines ihrer Lieder in den Radio Aena Charts gehört hatte. Dadurch erfuhr ich zum ersten Mal vom Mittelalterlichen Burgfest Bederkesa, zu dem die hessische Band kommen wollte. Das Wetter war schön, ein idealer Tag für einen Ausflug und so begaben wir uns Sonntag Vormittag in Richtung meines Heimatlandkreises.

Kaum angekommen begann erst einmal die Parkplatzsuche. Man glaubt es kaum, aber Bad Bederkesa war tatsächlich an einem Sonntag Mittag so gut besucht, dass wir die ein oder andere Ehrenrunde drehen mussten, bis wir schließlich einen Parkplatz in einer Nebenstraße fanden und uns Richtung Burg aufmachen konnten.

Dort angekommen mussten wir zuerst einmal pro Person 7,00 € Eintritt bezahlen, bevor wir an einem recht freundlichen Wächter vorbei das Burggelände betreten konnten.


Etliche Buden, das Lager, der Reitplatz, die Bühne und viele Spielmöglichkeiten für Kinder waren rund um die Burg aufgebaut. Unser erstes Ziel war der Reitplatz, auf dem der Kampf vom Pferd aus gegen Fußvolk simuliert wurde. Auf dem Weg dorthin kamen wir an für mich neuen Ständen eines Buchbinders, Salzsieders und einer Schreibstube vorbei. Sehr schön gemacht wurde einem dort einiges über die alten Handwerke erzählt und natürlich konnte man auch das ein oder andere Andenken kaufen.



Am Reitplatz angekommen, der leider in der strahlenden Mittagssonne lag, schauten wir uns langsam ins Schwitzen kommend das Spektakel Reiter gegen Schildträger an.


Danach setzten wir unseren Weg um die Burg fort Richtung Bühne, die vor dem Eingang zum Burgmuseum angeordnet war. Da wir noch genug Zeit vor dem ersten Auftritt von Musical Vulgaris hatten, gingen wir erst einmal ins Innere und bestaunten die Fundstücke von der Römerzeit bis zum Mittelalter. Leider durfte man dort nicht fotografieren, obwohl sich dort einige Skelette samt ihren Grabbeigaben sicher darüber gefreut hätten.
Grad rechtzeitig ging es hinaus in den Burghof und ich nahm die ersten Videos von Musica Vulgaris auf.


Wieder herum um die Burg hatten Herr Marquardt von Bederkesa und seine Herausforderin Gertrude die Möglichkeit, ihre Kunst zu Pferde zu zeigen.Als Ansager diente ein "Lautsprecher".


Auf dem Rückweg Richtung Bühne ging es an gerösteten Mandeln, Filzerei und Speerwerfen vorbei.




Musical Vulgaris hatten ihr zweites Set mit ruhigerer Musik, die leider dank des relativ starken Hintergrundgequatsche eher schwer zu hören war. Lag wohl vor alle daran, dass die Tische des Schankwirts sich an der einen Seite und gegenüber der Bühne befanden. Da hätten wir uns doch eine kleine Verstärkung der Musik gewünscht.











Zurück ging es wieder zum Reitplatz, auf dem sich diesmal zwei kleine Heere gegenüberstanden und samt Bogenschützinnen bekämpften.



Danach führte uns der Weg kurz in die Burgschänke und in die Neuzeit, um uns mit einem köstlichen Eis abzukühlen.


Die verbleibende Zeit vor dem letzten Showauftritt nutzten wir, um uns außerhalb des Burggeländes einen Künstlermarkt anzuschauen und einen kleinen Blick über den See zu werfen.




Zurück auf dem Gelände konnten wir dann das Finale genießen, das "Männer mit Bärten" beinhaltete und den Auftritt der Gruppe Insignis, die mit Bauchtanz, Jonglage und Feuerzauber langanhaltenden Applaus kassierte.




So endete ein wunderschöner Tag in Bad Bederkesa. Da Musica Vulgaris im nächsten Jahr zurückkehren werden, haben wir den Termin schon für 2013 vorgemerkt.


Samstag, 11. August 2012

Werder Bremen - Tag der Fans 2012



unsere Fotos
Video der Teamvorstellung



Der frisch gebackene Liga total!- Cup Sieger Werder Bremen bat zum Tag der Fans. Auf dem Parkplatz des Weserstadions wurde den reichlich erschienenen Fans alles geboten, was das Fanherz höher schlagen lässt. Merchandize-Shops, Getränkebuden, Sponsorenstände, Bühnenprogramm und ein Gewinnspiel, bei dem 1000 komplette Autogrammsätze verlost wurden.




Natürlich durfte der eigentliche Grund der Veranstaltung nicht fehlen: die Mannschaft. Drei verschiedene Möglichkeiten sich Autogramme von den Neulingen des Vereins, der Trainerriege und vier Ehrenspielführer (Horst-Dieter Höttges, Dieter Burdenski, Frank Baumann und Dieter Eilts) zu holen wurden reichlich genutzt.






Auf der Bühne gab es neben der Band After Burner noch eine Modenschau mit der aktuellen Fankollektion zu sehen. Um 16.00 Uhr schließlich war es soweit. Die beiden Stadionsprecher Arnd Zeigler und Christian „Stolli" Stoll übernahmen die Vorstellung der Mannschaft, die schließlich mit dem Werder-Song endete, woraufhin sich die Mannschaft von der Bühne auf ins Stadion begab, wo sie um 18.00 Uhr auf Aston Villa trafen.



Damit endete die gelungene Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter und wir freuen uns auf die hoffentlich erfolgreiche Saison 2012/13.

Rezension zu Die Nitribitt und das Ende im Backpacker-Hotel von Beate Baum


Amazon.de: Broschiert € 12,00
Amazon.de: eBook € 9,99
Verlag: fhl
Autorin: Beate Baum
Facebook: Beate Baum

Inhalt:

Der Band enthält zehn Kurzkrimis, die die unterschiedlichsten Kriminalfälle behandeln. Sie spielen vor allem in Dresden, aber auch in Erfurt, der sächsischen Schweiz und der Schweiz. Sieben Krimis drehen sich um Kirsten Bertram, die dank ihrer journalistischen Spürnase in die verschiedensten Fälle hinein gerät. Die restlichen drei Erzählungen drehen sich um Fälle, in denen die Hauptcharaktere durch verschiedene Situationen zu ihren Taten getrieben werden.

Kritik:

Eine Kurzgeschichtensammlung bietet meist eine Mischung aus starken und weniger starken Geschichten und das ist dieses Mal auch wieder der Fall. Ein Großteil der Geschichten hat mich überzeugt und gefesselt, während einige wenige mir weniger gefallen haben.

Doch erst einmal zu den Äußerlichkeiten. Das Cover passt zum Buchtitel, ist nicht besonders auffällig und eher in blassen Farben gehalten. Negativ aufgefallen ist  mir das verwendete Papier, das mir zu dunkel ist. Jeder Krimi hat noch ein schönes Schwarzweißbild spendiert bekommen, durch die eine stimmungsvolle Einleitung in die Krimis geschaffen wird.

Beate Baum ist in der Krimiszene für ihre in Dresden spielende Serie rund um die Journalistin Kirsten Bertram bekannt. Die Kurzkrimis sind in den Jahren 2006-2010 entstanden, also großteils vor der Buchserie. Die sieben Geschichten mit Kirsten Bertram spielen in Dresden, Erfurt und der Schweiz, während die anderen den Leser mehr oder weniger weit weg führen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Krimis lassen sich alle sehr gut lesen. Vor allem die Charaktere sind gut gelungen, während die Spannung oder der Kriminalfall manchmal zu wünschen übrig lässt. Hervorzuheben sind die Ortsbeschreibungen, die es dem Leser ermöglichen, sich sehr leicht in die Umgebung hineinzuversetzen.

Zusammenfassend ein lohnendes Leseerlebnis, das nicht nur Fans ihrer Krimiserie interessieren dürfte. Es bietet Kurzkrimis zum miträtseln und mitdenken.