Freitag, 1. Februar 2019

Rezension: Station 8 Episode 1 von Dominique Stalder


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Verlag: Independently publishedDominique Stalder

veröffentlicht am: 6. Dezember 2018
Taschenbuch:  104 Seiten
ISBN-10: 1790635411
ISBN-13: 978-1790635412
ASIN: B07LDSV114
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Station 8 liefert ein interessantes, dystopisches Science Fiction Setting, dessen Potential hoffentlich in den folgenden Teilen ausgeschöpft wird. In unter 80 Seiten Handlung passt halt nicht so viel rein, wie der Autor hätte reinpacken können, da, wie er selbst im Vorwort schreibt, noch Platz für den gleichen Verkaufspreis gewesen wäre.

Inhalt:

Die Erde steht seit fast 70 Jahren still, wodurch sich halbjährige Zyklen von unerträglicher Hitze und unglaublicher Kälte abwechseln. Die Menschheit ist auf die Bewohner von 12 Stationen geschrumpft, die isoliert voneinander ihr Leben meistern. Auf Station 8 beginnt gerade wieder der "Sommer" und neben den ihn feiernden Festlichkeiten gibt es schlechte Nachrichten von einer anderen, sowie seltsame Vorgänge auf der eigenen Station. Das Überleben der 1288 Bewohner scheint auf einmal gar nicht mehr so sicher zu sein.

Cover:

Das sehr stimmungsvolle Cover passt perfekt zu der Science Fiction Serie. Ein Ausblick aus der Station auf die verschneite, menschenfeindliche Umgebung. Perfekt getroffen!
Gut gefallen haben mir Vorwort und Anhang, sowie der grafische Rahmen der einzelnen Seiten.

Setting und Stil:

Das Setting ist hervorragend bedrohlich und fordert die Bewohner der Station auf das Äußerste. Gefährlicher kann ein Endzeitszenario kaum sein. Nach dem ersten Teil ist noch nicht klar, wie es überhaupt zu den Stationen gekommen ist, welchen Zweck sie haben und wie die Pläne für den Rest der Menschheit aussehen. Spannend und zum miträtseln und mitspekulieren anregend.
Die Handlung wird aus der Sicht unterschiedlicher Charaktere erzählt. Diese verschiedenen Sichten und die unterschiedlichen Ansichten und Ausdrucksweisen der Charaktere werden dabei gut getroffen. Ein flüssiger Schreibstil, der mir gut gefällt, das Wissen über die Station und die dortigen Bedingungen problemlos vermittelt und den Charakteren viel Raum lässt.

Charaktere:

Fünfzehn der 1288 Charakteren begegnet man im Verlauf der Handlung, wobei meistens aus der Sicht Henry Peytons und seiner Familie erzählt wird. Die Hauptcharaktere wachsen einem schnell ans Herz, wobei ein unsympathisches Individuum natürlich nicht fehlen darf. Ich kann mir gut vorstellen, mehr Zeit mit Henry und seinen Kindern zu verbringen, um mit ihnen die Geheimnisse der Station zu ergründen. Dank der Kürze des ersten Teils bleibt es beim oberflächlichen Begegnen mit den Charakteren, die alle sehr schön unterschiedlich zu sein scheinen.

Geschichte:

Auch die Geschichte wird nur oberflächlich angekratzt. Es gibt eine außergewöhnliche Bedrohung für die Station, eine andere Station meldet sich nicht, der Sommer steht an, es wird gefeiert und die Felder müssen bestellt werden. Viele Schauplätze, die erst in den nächsten Teilen ihr volles Potential ausschöpfen werden. Da die einzelnen Folgen mindestens zwei Monate auseinander liegen werden, die Seitenanzahl gleichbleiben wird, befürchte ich, dass es einige Folgen brauchen wird, bis die Handlung in Schwung kommt. Ob das der geneigte Leser mitmacht? Das Potential ist sicher da.

Fazit:

Dominique Stalder ist mit seinem Ausflug in die Science Fiction ein vielversprechender Serienbeginn gelungen. Mir gefällt das Setting und die Charaktere. Die Bedrohungen sind nachvollziehbar und laden zum miträtseln ein. Ob ich als Leser allerdings nach zwei Monaten Wartezeit auf den nächsten, kurzen Teil wieder einsteigen werde, weiß ich nicht. Mir persönlich ist dann das Warten auf den bestimmt folgenden Sammelband lieber. Aber es gibt sicher genug Leser, die das Format mögen und gespannt auf das Buchrückenbild sind, dass sich aus den einzelnen Bänden ergeben wird.



Buchvorstellung:

Über den Autor:

Dominique Stalder kam 1978 in der texanischen Stadt El Paso zur Welt.

In der Grundschule blitzte zum ersten Mal seine rege Fantasie auf, als er mit den Reizwörtern Katze-Wind-Hexe eine – wie der Lehrer meinte – "zauberhafte" Geschichte verfasste.

Er begann mit dem Lesen von fantastischen Geschichten, von Michael Endes »Die unendliche Geschichte« über »Drachenfeuer« von Wolfgang und Heike Hohlbein gelangte er schließlich zu »Herr der Ringe«. Seine Liebe zu Fantasy war erwacht. Unzählige Bücher wurden seitdem verschlungen und seine Leidenschaft auch in verschiedenen Pen&Paper Rollenspielen ausgelebt. Nach der Schule begann er mit dem Studium der Technomathematik und begann als kreativen Ausgleich Geschichten zu schreiben.

Mit seiner Familie lebt er in Bayern und arbeitet in der IT als Systemprogrammierer. In seiner Freizeit arbeitet er, nach seinem ersten Roman »Nebularion«, an seiner Dark-Fantasy Reihe »Der Wanderer«, zu der ihn der österreichische Autor Lucas Edel ermutigte. War es zu Beginn nur eine kleine Idee, offenbarte sich ihm nach und nach eine Welt, die immer komplexer wurde. Mittlerweile steht das Gerüst für einen Zyklus von 16 Bänden aufgeteilt in drei Staffeln und die ersten Bücher stehen kurz vor ihrer Veröffentlichung.

(Quelle: Amazon.de)



Kurzbeschreibung:
In einer fernen Zukunft dreht sich die Erde nicht mehr. Einer Nacht von einem halben Jahr, folgt ein Tag von einem halben Jahr. Die Menschen haben sich in Stationen zurückgezogen, leben von Insekten und nutzen die kurze Zeit der Erwärmung, um spezielles Getreide und Gemüse anzubauen. In der Nacht muss Strom gespart werden, der tagsüber in die gigantischen Akkustationen gespeist wurde. Das Leben ist hart, aber man hat sich arrangiert und nur die Ältesten haben noch als kleines Kind eine andere Erde erlebt. Am Beginn der Dämmerung ist es Brauch, der Station, die gerade in die Nachtruhe geht, eine gute Nacht zu wünschen, doch Station 1 antwortet nicht. Als man auf eine Videobotschaft stößt, muss man das Schlimmste befürchten. Was ist mit Station 1 geschehen und können die Geschehnisse dort auch eine Gefahr für Station 8 bedeuten? Zu allem Überfluss entdeckt man Schwankungen im Stromhaushalt. Jemand Unbekanntes scheint sich am Strom der Station zu bedienen. Das Schicksal aller 1288 Menschen in der Station hängt vom Mut einiger weniger ab...
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